Was ist ein Webhook in der Mode?
Eine automatische Nachricht, die eine Anwendung über eine Webadresse an eine andere sendet, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, etwa eine neue Bestellung oder eine Versandaktualisierung.
Kurz erklärt
Ein Webhook ist eine automatische Nachricht, die eine Anwendung über das Web an eine andere sendet, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, etwa wenn eine Bestellung aufgegeben oder ein Paket versandt wird. Das empfangende System erhält die Daten sofort und kann reagieren, ohne wiederholt nach Aktualisierungen fragen zu müssen.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Das empfangende System stellt eine URL bereit, den sogenannten Endpunkt. Das sendende System wird so konfiguriert, dass es diese URL aufruft, sobald ein gewähltes Ereignis eintritt. Reicht zum Beispiel ein Händler im B2B-Portal einer Marke eine Bestellung ein, kann ein Webhook die Bestelldetails an die Integrationsschicht der Marke senden, die dann den Auftrag im ERP anlegt. Scannt ein Paketdienst ein Paket, kann sein Webhook den Lieferstatus im Kundenkonto aktualisieren.
Warum ist das für Modeunternehmen wichtig?
Prozesse in der Mode sind auf zeitnahe Aktualisierungen über viele Systeme angewiesen: Zahlungen, Marktplätze, Lager, Paketdienste und Wholesale-Partner. Webhooks liefern Benachrichtigungen nahezu in Echtzeit bei geringem technischem Aufwand. Das reduziert Verzögerungen und manuelle Prüfungen. E-Commerce-Plattformen, Zahlungsanbieter und Logistikdienste bieten sie häufig an, daher sind sie oft der schnellste Weg, einen Prozess zu automatisieren.
Wie verändert KI das Thema?
Webhooks können KI-Workflows auslösen, etwa ein neues Produkt zum automatischen Produkt-Tagging an einen KI-Dienst senden oder einen Agenten benachrichtigen, wenn eine Retoure eintrifft. Sie ermöglichen es auch KI-Systemen, Rückmeldung zu geben, zum Beispiel ein Merchandising-Werkzeug zu informieren, wenn ein Prognoselauf abgeschlossen ist. Je mehr Prozesse automatisiert werden, desto mehr wird eine zuverlässige Verarbeitung von Webhooks Teil der operativen Widerstandsfähigkeit.
Typische Stolperfallen
- Signaturen nicht prüfen, sodass Angreifer gefälschte Nachrichten senden können.
- Ereignisse verlieren, wenn das empfangende System ausfällt und keine Wiederholungen vorgesehen sind.
- Denselben Webhook doppelt verarbeiten und dadurch doppelte Bestellungen anlegen.
- Mehr personenbezogene Daten senden, als der empfangende Prozess braucht.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Webhook und einer API?
Bei einer API fragt ein System bei einem anderen System Daten ab, wenn es sie braucht. Bei einem Webhook sendet das andere System die Daten automatisch, sobald ein Ereignis eintritt.
Sind Webhooks sicher?
Ja, wenn sie richtig eingerichtet sind. Übliche Massnahmen sind HTTPS, signierte Nachrichten, geheime Tokens, die Validierung eingehender Daten und die Beschränkung der übermittelten Daten.