Isabella Blow
Moderedaktorin und Mäzenin, die Alexander McQueen förderte
Isabella Blow war eine britische Moderedaktorin und Mäzenin, vor allem bekannt dafür, Alexander McQueen und den Hutmacher Philip Treacy zu Beginn ihrer Karrieren gefördert zu haben. Als Fashion Director von Tatler und The Sunday Times Style wurde sie zu einer der einflussreichsten Talentscouts der britischen Mode.
| Funktion | Moderedaktorin und Mäzenin |
|---|---|
| Geboren | 1958 |
| Gestorben | 2007 |
| Positionen | Tatler, britische Vogue, The Sunday Times Style |
| Gefördert | Alexander McQueen, Philip Treacy |
| Ausstellung | Fashion Galore!, Somerset House, 2013 bis 2014 |
Wer war Isabella Blow?
Isabella Blow (1958 bis 2007) war eine britische Moderedaktorin, Stylistin und Mäzenin, deren Blick für Talente half, mehrere der wichtigsten britischen Designer und Models der 1990er-Jahre zu lancieren. Das Somerset House beschrieb sie als renommierte Modemäzenin und Geschmacksbildnerin, der «zugeschrieben wird, zahlreiche Kunstschaffende und Designer gefördert und inspiriert zu haben». Am engsten verbunden ist sie mit Alexander McQueen und Philip Treacy.
Karriere
Blow begann ihre rund drei Jahrzehnte dauernde Karriere Anfang der 1980er-Jahre als Assistentin bei der amerikanischen Vogue, wo sie für Anna Wintour und André Leon Talley arbeitete. Danach hatte sie Positionen bei Tatler und der britischen Vogue inne, wurde später Fashion Director von The Sunday Times Style und kehrte in derselben Funktion zu Tatler zurück.
Ihre berühmteste Förderung bestand darin, Alexander McQueens gesamte Abschlusskollektion am Central Saint Martins zu kaufen, Berichten zufolge für 5000 Pfund, und seine frühe Karriere zu unterstützen. Sie förderte auch Philip Treacy, dessen Hüte sie trug und bekannt machte, und unterstützte Designer wie Hussein Chalayan und Julien Macdonald. Ihr wird die Entdeckung der Models Sophie Dahl und Stella Tennant zugeschrieben.
Als Stylistin arbeitete sie mit Fotografen wie Steven Meisel, David LaChapelle und Sean Ellis zusammen. Mit Meisel entstand 1993 die Strecke «Babes in London». 2002 präsentierte die Ausstellung When Philip met Isabella Treacys Entwürfe für sie. Zudem war sie als Beraterin für Unternehmen wie DuPont, Lycra, Lacoste und Swarovski tätig.
Einfluss auf das Modebusiness
Blow verkörperte ein Modell der Förderung, das redaktionellen Einfluss mit persönlichem Engagement verband. Ihr Einfluss auf die Branche zeigt sich auf mehreren Ebenen:
- Sie half in den 1990er-Jahren, eine neue Generation Londoner Talente international bekannt zu machen
- Sie zeigte, wie die Unterstützung einer Redaktorin eine Abschlusskollektion in eine Marke verwandeln kann
- Sie nutzte Styling und redaktionelle Shootings als Plattform für junge Designer
- Sie brachte Designer mit Fotografen, Models und kommerziellen Partnern zusammen
Von November 2013 bis März 2014 zeigte das Somerset House in London Isabella Blow: Fashion Galore!, eine Ausstellung mit mehr als 100 Stücken aus ihrer Sammlung, die sich im Besitz von Daphne Guinness befindet.
Warum das relevant ist
Für das heutige Modebusiness ist Blows Karriere eine Fallstudie dafür, wie Talente in einem frühen Stadium entdeckt und gefördert werden. Viele der Designer, die sie unterstützte, führten später grosse Häuser oder bauten bedeutende Unternehmen auf. Ihr Vermächtnis erinnert daran, dass Redaktorinnen, Stylisten und Mäzene neben Investoren und Schulen eine entscheidende Rolle in der Talentpipeline der Branche spielen.
Häufige Fragen
Wer war Isabella Blow?
Isabella Blow war eine britische Moderedaktorin und Mäzenin, die bei der amerikanischen Vogue, Tatler, der britischen Vogue und The Sunday Times Style arbeitete. Sie ist vor allem dafür bekannt, Alexander McQueen und den Hutmacher Philip Treacy gefördert zu haben.
Wie hat Isabella Blow Alexander McQueen entdeckt?
Blow kaufte McQueens gesamte Abschlusskollektion am Central Saint Martins, Berichten zufolge für 5000 Pfund, und unterstützte seine frühe Karriere. Die Episode ist eines der bekanntesten Beispiele redaktioneller Förderung in der Mode.