7. Oktober 2026Internationale Ausgabe
Vol. I · No.
7. Oktober 2026
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Topmanagement

Stefano Cantino

CEO von Gucci von Januar bis September 2025

Stefano Cantino ist ein italienischer Luxusmanager, der von Januar bis September 2025 CEO von Gucci war, der grössten Marke des Kering-Konzerns. Vor Gucci arbeitete er mehr als zwanzig Jahre bei Prada und leitete danach Kommunikation und Events bei Louis Vuitton. Damit gehört er zu den wenigen Kommunikationsspezialisten, die ein grosses Modehaus geführt haben.

Fakten
FunktionCEO von Gucci (Januar bis September 2025)
Frühere FunktionSenior Vice President, Kommunikation und Events, Louis Vuitton (ab 2018)
Frühere LaufbahnMehr als 20 Jahre bei Prada
AusbildungPolitikwissenschaft, Universität Turin
Nachfolgerin bei GucciFrancesca Bellettini (September 2025)

Wer ist Stefano Cantino?

Stefano Cantino ist ein italienischer Modemanager, dessen Laufbahn auf Markenaufbau, Kommunikation und kommerzieller Entwicklung im Luxussegment beruht. Bekannt ist er vor allem für seine kurze Amtszeit als CEO von Gucci, die er am 1. Januar 2025 antrat, als Kering versuchte, sein wichtigstes Label wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Er schloss ein Studium der Politikwissenschaft an der Universität Turin ab.

Karriere

Cantino war mehr als zwei Jahrzehnte bei Prada tätig, wo er Positionen in Marketing, Unternehmenskommunikation und kommerzieller Entwicklung innehatte und an der globalen Markenstrategie und Expansion des Konzerns mitwirkte. 2018 wechselte er als Senior Vice President für Kommunikation und Events zu Louis Vuitton. Dort verantwortete er die weltweite Kommunikation der Marke und ihr internationales Eventprogramm, ein Bereich, der für den Wettbewerb der Luxushäuser um Aufmerksamkeit zentral geworden ist.

2024 holte ihn Kering als Deputy CEO zu Gucci. Er berichtete an Francesca Bellettini, die damals als stellvertretende CEO von Kering für die Markenentwicklung zuständig war. Am 1. Januar 2025 wurde er CEO von Gucci. Im September 2025, kurz nachdem Luca de Meo die Konzernleitung von Kering übernommen hatte, gab der Konzern bekannt, dass Cantino das Unternehmen verlassen und Bellettini Präsidentin und CEO von Gucci werden würde. Cantino dankte Gucci und Kering für die Gelegenheit und sagte, es sei ihm eine Ehre gewesen, zur Entwicklung des Unternehmens beizutragen.

Einfluss auf das Modegeschäft

Cantinos Ernennung spiegelte einen breiteren Trend im Luxussegment: Die Häuser vergeben die Spitzenposition zunehmend an Manager aus Marke, Image und Kommunikation statt aus Finanzen oder Retail-Betrieb. Seine Aufgabe bei Gucci war es, die kreative Neuausrichtung der Marke zu begleiten und die Umsätze nach einer Phase des Rückgangs zu stabilisieren. Zu den zentralen Themen seiner Laufbahn gehören:

  • Langjährige Erfahrung in einem familienkontrollierten italienischen Luxuskonzern bei Prada
  • Leitung der globalen Kommunikation und Events für die grösste Luxusmarke bei Louis Vuitton
  • Führung von Gucci während eines der am genauesten beobachteten Turnarounds der Branche

Sein Abgang nach rund neun Monaten zeigt, wie schnell im Luxussegment die Führung wechselt, wenn die Ergebnisse enttäuschen und ein neuer Konzernchef das Managementteam umbaut.

Warum das wichtig ist

Cantinos Laufbahn zeigt, wie Kommunikation und Events zu Kerndisziplinen des Managements im Luxusgeschäft geworden sind. Für Branchenbeobachter ist seine kurze Zeit bei Gucci zudem ein Lehrstück über den Druck auf Markenchefs in einem Abschwung und über den Umbau der Führung bei Kering im Jahr 2025 unter dem neuen CEO.

Häufige Fragen

Wer ist Stefano Cantino?

Stefano Cantino ist ein italienischer Luxusmanager, der von Januar bis September 2025 CEO von Gucci war. Zuvor arbeitete er mehr als zwanzig Jahre bei Prada und leitete ab 2018 Kommunikation und Events bei Louis Vuitton.

Warum hat Stefano Cantino Gucci verlassen?

Kering gab im September 2025 bekannt, dass Cantino Gucci verlassen und Francesca Bellettini Präsidentin und CEO werden würde. Der Wechsel erfolgte kurz nachdem Luca de Meo CEO von Kering geworden war und begonnen hatte, die Führung des Konzerns neu zu ordnen.

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