Was ist ein Lookbook in der Mode?
Eine gestylte Bildstrecke, die die Looks und die Stimmung einer Kollektion präsentiert und für Vertrieb und Marketing genutzt wird.
Kurz erklärt
Ein Lookbook ist eine gestylte Bildserie, die die Looks und die Stimmung einer Modekollektion präsentiert. Es zeigt, wie Teile in Outfits zusammenwirken, und dient dazu, Einkäufer, Presse und Endkunden zu inspirieren.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Marken produzieren für jede Saison ein Lookbook und kombinieren dabei Key-Styles zu kompletten Outfits, mit Models, Locations und einer Art Direction, die das Thema der Kollektion ausdrückt. Vertriebsteams schicken es vor der Orderwoche an Einkäufer, um Interesse zu wecken und Termine zu vereinbaren. Lookbooks werden als PDF, gedrucktes Buch, Webseite oder in digitalen Showrooms geteilt und speisen oft Marketing, Social Media und Pressekampagnen.
Warum ist das wichtig?
Ein Lookbook erzählt die kreative Geschichte hinter einer Kollektion und hilft Einkäufern zu verstehen, wie sie die Produkte im Geschäft inszenieren und ihren eigenen Kunden präsentieren können. Es ermutigt Einkäufer, komplette Outfits statt einzelner Teile zu ordern, was eine stimmige Präsentation auf der Fläche unterstützt. Es ergänzt das Line Sheet, das die kommerziellen Details für die eigentliche Bestellung enthält.
Wie verändert KI das?
KI-Bildgenerierung und virtuelle Models verändern die Produktion von Lookbooks. Marken können gestylte Bilder aus digitalen Mustern erzeugen, bevor physische Prototypen existieren, verschiedene Settings oder Models testen und Varianten für unterschiedliche Märkte erstellen. KI-Tools verknüpfen Lookbook-Bilder zudem mit Produktdaten, sodass Einkäufer von einem Outfit direkt zu den dahinterliegenden Styles klicken können. Beim Einsatz generierter Inhalte brauchen Marken klare Regeln zu Transparenz und Bildrechten.
Typische Fehler
- Styles im Lookbook zeigen, die später aus der Kollektion gestrichen wurden.
- Das Lookbook so künstlerisch gestalten, dass Einkäufer die Produkte nicht klar erkennen.
- Looks nicht mit Artikelnummern verknüpfen, sodass Einkäufer Mühe haben, das Gesehene zu bestellen.
- KI-generierte Bilder verwenden, ohne dies offenzulegen oder die Rechte zu prüfen.
Häufige Fragen
Wer nutzt ein Lookbook in der Mode?
Wholesale-Einkäufer, Presse, Stylisten, Influencer und Endkunden nutzen Lookbooks. Jede Gruppe verschafft sich damit einen Überblick über die Richtung und die Schlüsselteile der Kollektion.
Brauchen Marken noch gedruckte Lookbooks?
Viele Marken setzen inzwischen auf digitale Lookbooks, weil sie günstiger, leichter zu aktualisieren und direkt mit der Bestellung verknüpfbar sind. Einige drucken sie weiterhin für wichtige Termine oder für die Presse.