7. Oktober 2026Internationale Ausgabe
Vol. I · No.
7. Oktober 2026
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Glossar

Was ist Virtual Try-on in der Mode?

Technologie, die mithilfe von Bildern, Video oder 3D-Modellen zeigt, wie ein Kleidungsstück, ein Accessoire oder Make-up an einer Person aussehen würde.

Kurz erklärt

Virtual Try-on (virtuelle Anprobe) ist eine Technologie, die mithilfe von Bildern, Video oder 3D-Modellen zeigt, wie ein Kleidungsstück, ein Accessoire oder Make-up an einer Person aussehen würde. Sie hilft Konsumenten und Einkäufern, sich Produkte vor der Bestellung vorzustellen, auch wenn die Genauigkeit von Passform und Fall je nach Tool variiert.

Wie funktioniert es in der Praxis?

Virtual Try-on kann auf einem Foto, einem Live-Kamerabild oder einem Körperavatar basieren. Bildbasierte Tools nutzen generative KI, um ein Kleidungsstück auf das Bild einer Person zu setzen. Kamerabasierte Tools verfolgen Gesicht oder Körper in Echtzeit, was bei Brillen, Make-up und Accessoires gut funktioniert. Avatarbasierte Tools verbinden Körpermasse mit 3D-Bekleidungssimulation, um Proportionen und Fall darzustellen.

In der Praxis wird sie auf verschiedene Weise eingesetzt:

  • Eine Konsumentin sieht in einem Onlineshop eine Jacke auf einem Bild von sich selbst.
  • Ein Einkäufer betrachtet in einem digitalen Showroom einen Style an verschiedenen Körperformen.
  • Ein Vertriebsteam präsentiert eine Kollektion an vielfältigen Models ohne zusätzliche Shootings.
  • Eine Marke testet vor der Musterung, wie ein Style in verschiedenen Farbvarianten aussieht.

Warum ist das wichtig?

Modekunden fällt es oft schwer, sich vorzustellen, wie ein Artikel an ihnen aussehen wird, was zu Zögern und Retouren beiträgt. Für B2B-Einkäufer unterstützt es bessere Sortimentsentscheidungen, Styles an unterschiedlichen Körpern zu sehen. Virtual Try-on kann zudem den Bedarf an physischen Mustern und Fotografie verringern.

Wie nutzt KI es?

Generative KI hat bildbasiertes Try-on deutlich realistischer gemacht und bewältigt Falten, Licht und unterschiedliche Posen. Computer Vision schätzt Körperform und Pose, und neue Modelle können Try-on-Bilder aus Standard-Produktfotos erstellen, statt vollständige 3D-Assets zu benötigen.

Typische Fallstricke

Die Genauigkeit von Passform und Fall variiert, daher wird Try-on oft als visuelle Orientierung und nicht als Grössengarantie positioniert. Bilder, die ein Kleidungsstück besser aussehen lassen als in Wirklichkeit, können Retouren erhöhen und Vertrauen untergraben. Marken müssen zudem mit Kundenfotos datenschutzkonform sorgfältig umgehen, Ergebnisse über Körpertypen und Hauttöne hinweg testen, um KI-Bias zu vermeiden, und Produktfarben und Details korrekt wiedergeben.

Häufige Fragen

Ist Virtual Try-on für die Grössenwahl genau?

Die meisten Tools zeigen das Erscheinungsbild besser als die exakte Passform. Einige avatarbasierte Lösungen nutzen Masse und Stoffdaten, um die Passform abzuschätzen, doch die Ergebnisse sollten als Orientierung neben einer Grössentabelle verstanden werden.

Kann Virtual Try-on im B2B-Wholesale eingesetzt werden?

Ja. Marken können Styles in digitalen Showrooms an verschiedenen Körperformen zeigen und so Einkäufern im Handel helfen einzuschätzen, wie eine Kollektion bei ihren Kunden aussehen wird.

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