7. Oktober 2026Internationale Ausgabe
Vol. I · No.
7. Oktober 2026
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Glossar

Was ist Allokation in der Mode?

Allokation ist der Prozess, bei dem entschieden wird, wie viel von jedem Produkt, jeder Grösse und jeder Farbe aus dem verfügbaren Bestand an welche Filiale, welchen Kanal oder welchen Kunden geht.

Kurz erklärt

Allokation ist die Entscheidung, wie der verfügbare Bestand bis auf Grössen- und Farbebene auf Filialen, Onlinekanäle und Wholesale-Kunden verteilt wird. In der Mode bestimmt sie, ob jeder Standort genug von den richtigen Produkten erhält, um zum vollen Preis zu verkaufen, ohne überbevorratet zu sein.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Ein Allokateur oder Merchandiser geht von der gesamten Einkaufsmenge und dem Filial- oder Kanalplan aus. Die Erstallokation verteilt vor dem Launch eine erste Warenwelle, während in der Regel eine Reserve im Distributionszentrum für spätere Nachlieferungen verbleibt. Die Regeln berücksichtigen Filialklassen, Fläche, Klima, lokale Nachfragehistorie und Grössenprofile.

  • Erstallokation: die erste Verteilung zum Saisonstart oder für einen neuen Drop.
  • Reservebestand: zurückgehaltene Mengen, um auf frühen Sell-through zu reagieren.
  • Umverteilung: Ware zwischen Filialen oder vom stationären Handel ins Onlinegeschäft verschieben, sobald die Nachfrage klar wird.

Im Wholesale kommt die Allokation auch dann zum Einsatz, wenn das Angebot hinter den Aufträgen zurückbleibt, etwa wenn eine Fabrik weniger liefert als gebucht und eine Marke entscheiden muss, welche Kunden die vollen Mengen erhalten.

Warum ist das für Modeunternehmen wichtig?

Die Mode hat kurze Verkaufsfenster und viele Kombinationen aus Grösse und Farbe. Eine schlechte Allokation führt dazu, dass gefragte Grössen in einer Filiale ausverkauft sind, während dieselben Artikel anderswo liegen bleiben. Das verursacht gleichzeitig entgangene Umsätze und Preisreduzierungen. Eine gute Allokation schützt die Marge und verbessert das Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg.

Wie verändert KI das?

Machine-Learning-Modelle prognostizieren die Nachfrage pro Filiale, Grösse und Woche anhand von Verkaufshistorie, Produktattributen, Wetter und lokalen Ereignissen. Optimierungssysteme empfehlen dann Mengen, die Rahmenbedingungen wie Verpackungseinheiten und Transportkosten berücksichtigen. Am nützlichsten sind Systeme, die ihre Empfehlungen begründen, damit Allokateure sie übersteuern können, wo sie den lokalen Kontext kennen.

Häufige Fehler

Typische Probleme sind eine einzige Grössenkurve für alle Standorte, die vollständige Verteilung der Ware zu Beginn ohne Reserve und die Vernachlässigung von Retouren und Onlinenachfrage in derselben Region.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Allokation und Replenishment?

Die Allokation ist die Entscheidung, wie Bestand verteilt wird, insbesondere bei der ersten Verteilung neuer Produkte. Replenishment ist der laufende Prozess, Bestände bei Abverkauf aufzufüllen, oft anhand von Regeln oder Prognosen.

Wer ist in einem Modeunternehmen für die Allokation zuständig?

In der Regel ein Team für Allokation oder Merchandise Planning, das mit Einkauf und Supply Chain zusammenarbeitet. In kleineren Marken übernimmt oft der Merchandiser diese Aufgabe neben anderen Planungsaufgaben.

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