Was ist eine Clienteling-App in der Mode?
Ein mobiles Tool, das dem Verkaufspersonal Kundenprofile, Kaufhistorie und Produktinformationen bereitstellt, um persönlichen Service und Nachbetreuung zu ermöglichen.
Kurz erklärt
Eine Clienteling-App ist ein Software-Tool, meist auf Smartphone oder Tablet, das Verkaufsberater im Geschäft bei der persönlichen Kundenbetreuung unterstützt. Sie bündelt Kundenprofile, Kaufhistorie, Vorlieben und Produktverfügbarkeit, damit das Personal Artikel empfehlen, in Kontakt bleiben und wiederholte Besuche fördern kann.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Verkaufsberater melden sich auf einem Gerät des Geschäfts in der App an. Besucht ein bekannter Kunde das Geschäft oder bucht er einen Termin, sehen sie seine kanalübergreifenden früheren Käufe, Grössen, Wunschlisten und Notizen. Sie können den Bestand in anderen Filialen oder im Lager prüfen, Artikel reservieren und kuratierte Auswahlen über freigegebene Messaging-Kanäle versenden. Führungskräfte sehen in Dashboards die Kontaktaktivitäten und die jedem Verkaufsberater zugeordneten Umsätze.
Warum ist das für Modeunternehmen wichtig?
In der Premium- und Luxusmode erwirtschaftet oft eine kleine Gruppe treuer Kunden einen grossen Teil des Umsatzes. Clienteling hilft, sie zu halten, indem der Service auch bei Personalwechseln konsistent bleibt. Zudem verbindet es die Teams im Geschäft mit dem E-Commerce, da Verkaufsberater Artikel aus dem Onlinebestand verkaufen können. Gut umgesetzt, steigert Clienteling Wiederkäufe, Warenkorbgrösse und Kundenzufriedenheit. Für Marken, die über Partnergeschäfte und Shop-in-Shops verkaufen, bietet Clienteling auch einen Weg, eine direkte Beziehung zu den Endkunden zu pflegen, sofern Dateneigentum und Einwilligungen klar mit dem Handelspartner vereinbart sind.
Wie verändert KI das Thema?
KI empfiehlt auf Basis von Kaufmustern und Neuheiten, welche Kunden wann mit welchen Produkten kontaktiert werden sollten. Generative Tools entwerfen personalisierte Nachrichten, die Verkaufsberater vor dem Versand bearbeiten können. Propensity-Modelle identifizieren Kunden, die abzuwandern drohen. Bilderkennung kann Artikel vorschlagen, die zu Produkten passen, die ein Kunde bereits besitzt, und macht Empfehlungen so relevanter.
Typische Fehler
- Unvollständige oder veraltete Kundendaten in der App.
- Nachrichten, die Einwilligungs- und Datenschutzregeln missachten.
- Tools, die für ausgelastete Teams im Geschäft zu komplex sind.
- Anreize, die die Menge der Nachrichten statt deren Qualität belohnen.
Häufige Fragen
Wer nutzt Clienteling-Apps?
Vor allem Verkaufsberater und Filialleiter im Mode-, Luxus- und Premiumhandel, teilweise auch Personal Shopper und Kundenservice-Teams.
Welche Daten nutzt eine Clienteling-App?
Typischerweise Kontaktdaten und Einwilligungen der Kunden, Kaufhistorie, Grössen, Vorlieben, Notizen der Verkaufsberater und die Produktverfügbarkeit über alle Kanäle.

