7. Oktober 2026Internationale Ausgabe
Vol. I · No.
7. Oktober 2026
AI in Fashion
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Das tägliche Briefing zu KI im Modebusiness
Wo Mode auf künstliche Intelligenz trifft.
Glossar

Was ist ein digitaler Showroom in der Mode?

Software, die Wholesale-Einkäufern eine Kollektion online oder am Bildschirm präsentiert, mit Produktdaten, Bildern und Orderfunktionen.

Kurz erklärt

Ein digitaler Showroom ist eine Software, die eine Modekollektion für Wholesale-Einkäufer am Bildschirm oder online präsentiert und dabei Produktbilder, Daten und Orderfunktionen verbindet. Er kann einen persönlichen Termin auf einem grossen Bildschirm unterstützen oder Einkäufern ermöglichen, aus der Ferne zu stöbern und zu bestellen.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Die Marke lädt ihre Saisonkollektion aus ihren Produktinformations-, PLM- oder ERP-Systemen in den digitalen Showroom. Jeder Style erscheint mit hochwertigen Bildern, Videos, Farbvarianten, Grössen, Preisen, Verfügbarkeit und Outfit-Vorschlägen. Bei einem physischen Termin führt der Vertriebsmitarbeitende den Einkäufer auf einem grossen Touchscreen durch die Kollektion, während die Muster an Kleiderstangen gezeigt werden. Aus der Ferne loggen sich Einkäufer ein, filtern nach Kategorie oder Lieferung, stellen ein Sortiment zusammen und geben direkt eine Pre-Order auf.

Warum ist das wichtig?

Digitale Showrooms verringern den Bedarf an grossen Mengen physischer Muster, was Kosten und Material spart. Sie ermöglichen es Marken, Einkäufer zu erreichen, die nicht reisen können, die Orderphase zu verlängern und Produktinformationen über alle Märkte hinweg konsistent zu halten. Bestellungen werden direkt an der Quelle digital erfasst, was Übertragungsfehler beseitigt. Einkäufer profitieren von klaren Daten, Budgetverfolgung und der Möglichkeit, ihre Auswahl mit ihrem Open-to-Buy abzugleichen.

Wie verändert KI das?

KI macht digitale Showrooms persönlicher und produktiver. Empfehlungssysteme schlagen Styles vor, die zu den bisherigen Bestellungen und zum Filialprofil eines Einkäufers passen, und Sortimentstools schlagen ausgewogene Auswahlen nach Kategorie und Preis vor. Generative KI kann gestylte Outfit-Bilder, Produktbeschreibungen und Übersetzungen erstellen. Manche Tools analysieren, welche Produkte Einkäufer ansehen, aber nicht bestellen, und geben Produktteams so schon während der Orderphase frühes Feedback.

Typische Fehler

  • Schlechte Bildqualität oder fehlende Produktdaten, die das Vertrauen der Einkäufer untergraben.
  • Den digitalen Showroom als statischen Katalog statt als Orderwerkzeug behandeln.
  • Schwache Integration mit dem ERP, sodass Verfügbarkeiten und Preise veraltet sind.
  • Schulungen vernachlässigen, sodass Vertriebsteams wieder auf Tabellen zurückgreifen.

Häufige Fragen

Kann ein digitaler Showroom einen physischen Showroom ersetzen?

Für viele Einkäufer ergänzt er den physischen Showroom, statt ihn zu ersetzen. Besonders gut funktioniert er für Re-Orders, Carry-overs und weit entfernte Kunden, während neue oder hochwertige Kollektionen oft weiterhin davon profitieren, dass man die Muster anfassen kann.

Was ist der Unterschied zwischen einem digitalen Showroom und einem B2B-Portal?

Ein digitaler Showroom konzentriert sich darauf, eine Kollektion zu präsentieren und zu verkaufen, oft im Rahmen von Terminen. Ein B2B-Portal deckt meist die gesamte Kundenbeziehung ab, einschliesslich Re-Orders, Sendungsverfolgung und Rechnungen.

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