Was ist eine Preisliste in der Mode?
Eine Preisliste enthält die Grosshandelspreise und unverbindlichen Preisempfehlungen einer Marke pro Produkt, Währung und Markt für eine bestimmte Saison oder einen bestimmten Zeitraum.
Kurz erklärt
Eine Preisliste ist die offizielle Aufstellung der Preise, zu denen eine Marke Produkte an Händler verkauft, oft einschliesslich der unverbindlichen Preisempfehlungen für jeden Markt. Sie gilt typischerweise für eine Saison und eine Währung. Kundenspezifische Rabatte und Konditionen werden dann auf die Listenpreise angewendet.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Merchandising und Finanzwesen legen die Preise während der Kollektionsplanung fest, auf Basis von Kalkulation, Zielmargen, Wettbewerbspositionierung und Wechselkursen. Die genehmigten Preise werden als Preislisten ins ERP oder PIM geladen, etwa nach Land, Währung oder Vertriebskanal, und in Line Sheets und im B2B-Portal veröffentlicht.
- Grosshandelspreis pro Style oder SKU
- Unverbindliche Preisempfehlung pro Markt
- Währung und Gültigkeitszeitraum
- Varianten nach Kanal oder Kundengruppe, etwa Distributorenpreise
Warum ist das für Modeunternehmen wichtig?
Preise bestimmen sowohl die Marge der Marke als auch die des Händlers. Uneinheitliche Preise zwischen Märkten begünstigen Graumarkthandel und Kanalkonflikte, während Fehler in Preislisten zu falschen Bestätigungen und Rechnungsstreitigkeiten führen. Eine klare Preisarchitektur über die Saisons hinweg hilft Einkäufern zudem, die Positionierung der Marke zu verstehen.
Wie verändert KI das Thema?
Pricing-Modelle analysieren Preiselastizität, Wettbewerbspreise und Sell-through-Historie, um vor einer Saison Preispunkte zu empfehlen. KI hilft auch, nach Währungsschwankungen die Konsistenz zwischen Märkten zu prüfen, und kann für neue Regionen oder Kanäle automatisch lokalisierte Preislisten erstellen.
Typische Fehler
Versionskontrolle und klare Gültigkeitsdaten sind die einfachsten Schutzmassnahmen.
Preislisten berühren im Wholesale fast jedes System und Dokument, von Line Sheets bis zu Rechnungen. Marken, die Preise in einer einzigen kontrollierten Quelle verwalten und automatisch in alle Kanäle ausspielen, vermeiden die meisten Fehler, die durch manuelles Kopieren zwischen Tabellen, Portalen und ERP entstehen.
- Mehrere Versionen der Preisliste im Umlauf
- Währungsumrechnungen, die Arbitrage zwischen Märkten ermöglichen
- Späte Preisänderungen, die in bereits erteilten Aufträgen nicht berücksichtigt werden
- Unverbindliche Preisempfehlungen, die das lokale Preisniveau ignorieren
Häufige Fragen
Sind die Grosshandelspreise in der Mode in jedem Land gleich?
Oft nicht. Marken geben häufig separate Preislisten pro Währung oder Region heraus, um Zölle, Logistikkosten und lokale Preisniveaus abzubilden, und versuchen dabei, Preisunterschiede zu begrenzen, die Graumarkthandel fördern.
Wie oft aktualisieren Modemarken ihre Preislisten?
Die meisten geben jede Saison neue Preislisten heraus, während durchlaufende Artikel teilweise ein- oder zweimal pro Jahr neu bepreist werden. Änderungen während der Saison werden meist begrenzt, um Händler nicht zu verwirren.



