Kangol
Frasers Group · Grossbritannien
Kangol ist eine britische Kopfbedeckungsmarke, die von Jacques Spreiregen gegründet und 1938 unter dem Namen Kangol in Cleator, Cumbria, etabliert wurde. Seit 2006 gehört sie der Frasers Group, und ihre Hüte werden in Lizenz vom amerikanischen Hutmacher Bollman Hat Company hergestellt. Die Baskenmützen und Caps von Kangol wurden zu Ikonen des Hip-Hop der 1980er-Jahre und sind bis heute ein fester Bestandteil der Streetwear.
| Gegründet | 1938, Cleator, Cumbria |
|---|---|
| Gründer | Jacques Spreiregen |
| Eigentümerin | Frasers Group (seit 2006) |
| Lizenznehmerin für Hüte | Bollman Hat Company (seit 2002) |
| Logo | Känguru, eingeführt 1983 |
| Website | kangol.com |
Was ist Kangol?
Kangol ist eine Kopfbedeckungsmarke, die vor allem für Baskenmützen, Schiebermützen, Bucket Hats und ihr Känguru-Logo bekannt ist. Ihre Modelle, darunter die Caps 504 und 507 sowie die Stoffkollektionen Tropic und Bermuda, werden in Mode, Sport und Musik getragen, und der Name wird auch für Bekleidung verwendet.
Geschichte
Gründer Jacques Spreiregen, in Warschau geboren, stieg nach dem Ersten Weltkrieg als Importeur baskischer Baskenmützen ins Hutgeschäft ein. 1938 schuf er den Namen Kangol und eröffnete die erste Fabrik in Cleator, Cumbria. Im Zweiten Weltkrieg lieferte das Unternehmen Baskenmützen an die britische Armee, und 1948 stattete es das britische Team an den Olympischen Spielen aus. 1954 führte es die Carricap ein, erhielt 1964 die Rechte für Kopfbedeckungen mit dem Namen der Beatles und übernahm 1983 das Känguru-Logo, nachdem amerikanische Kundinnen und Kunden begonnen hatten, nach den Känguru-Hüten zu fragen.
Produkte und Positionierung
Kangol ist im mittleren Marktsegment angesiedelt. Die kulturelle Reichweite ist grösser, als die Unternehmensgrösse vermuten lässt, dank Verbindungen zu:
- Hip-Hop-Künstlern der 1980er-Jahre wie LL Cool J, Run-DMC und The Notorious B.I.G.
- Film, darunter New Jack City (1991) und Schauspieler Samuel L. Jackson
- Früheren Verbindungen zu Golf, Militär und der Scout Association
Geschäftsmodell und Vertrieb
Kangol funktioniert weitgehend über Lizenzen. Laut Wikipedia gehört die Marke seit 2006 der Frasers Group (früher Sports Direct), die sie vom Private-Equity-Fonds August Equity Trust kaufte. Die weltweiten Rechte an Kangol-Hüten liegen seit 2002 bei der Bollman Hat Company, und auf der US-Website der Marke heisst es, die Marken würden in Lizenz verwendet. Die Produkte werden online und über Handelspartner verkauft.
Warum die Marke relevant ist
Kangol ist ein Lehrbuchbeispiel für eine Traditionsmarke, die durch Kultur statt durch Werbung relevant geblieben ist. Die lizenzgetriebene Struktur, bei der Markeneigentum und Produktherstellung bei verschiedenen Unternehmen liegen, ist zudem ein verbreitetes Modell für traditionsreiche Namen in den Portfolios von Handelsgruppen.
Häufige Fragen
Wem gehört Kangol?
Kangol gehört seit 2006 der Frasers Group, früher Sports Direct. Die Hüte werden in Lizenz von der amerikanischen Bollman Hat Company hergestellt und vertrieben, die seit 2002 die weltweiten Rechte für Kopfbedeckungen hält.
Woher stammt Kangol?
Kangol ist eine britische Marke. Der Name entstand 1938, als Gründer Jacques Spreiregen die erste Fabrik in Cleator, Cumbria, im Nordwesten Englands eröffnete.