7. Oktober 2026Internationale Ausgabe
Vol. I · No.
7. Oktober 2026
AI in Fashion
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Das tägliche Briefing zu KI im Modebusiness
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Gründer und Unternehmer

Julie Bornstein

Gründerin und Chief Executive von Daydream

Julie Bornstein ist eine amerikanische E-Commerce-Managerin und Gründerin, die Daydream führt, einen KI-gestützten Shopping-Agenten für Mode. Vor Daydream gründete sie The Yes, das Pinterest 2022 übernahm, und hatte leitende Digitalfunktionen bei Stitch Fix, Sephora, Urban Outfitters und Nordstrom inne. Damit gehört sie zu den erfahrensten Praktikerinnen im Mode-E-Commerce.

Fakten
FunktionGründerin und CEO von Daydream
OrganisationDaydream
Seed-Runde50 Millionen US-Dollar (Juni 2024)
Öffentliche Beta25. Juni 2025
Früheres Start-upThe Yes, 2022 von Pinterest übernommen

Wer ist Julie Bornstein?

Julie Bornstein ist Gründerin und Chief Executive von Daydream, einem Start-up, bei dem Kundinnen und Kunden nach Mode suchen, indem sie in natürlicher Sprache beschreiben, was sie wollen. Ihre Laufbahn umfasst mehr als zwei Jahrzehnte im digitalen Handel, und sie ist eine der prominentesten Stimmen zur Frage, wie generative KI Suche und Entdeckung in der Mode verändern könnte.

Karriere

Bornstein arbeitete bei Starbucks im Business Development, bevor sie in den Mode-E-Commerce wechselte. Sie war Vice President E-Commerce bei Nordstrom und bei Urban Outfitters, danach Chief Marketing Officer und Chief Digital Officer bei Sephora. Später wurde sie Chief Operating Officer von Stitch Fix und verliess das Unternehmen vor dessen Börsengang 2017.

Danach gründete sie The Yes, eine App-basierte Shoppingplattform, die mithilfe von KI Modesortimente personalisierte. Sie sammelte 30 Millionen US-Dollar bei Investoren wie Forerunner Ventures, NEA und True Ventures ein und startete im Mai 2020. 2022 übernahm Pinterest The Yes.

Im Juni 2024 kündigte Bornstein Daydream mit einer Seed-Finanzierungsrunde von 50 Millionen US-Dollar an, angeführt von Forerunner Ventures und Index Ventures unter Beteiligung von GV und True Ventures. Daydream startete am 25. Juni 2025 als öffentliche Beta mit über 8000 Marken, und die Website beschreibt den Dienst heute als persönlichen KI-Shopping-Agenten für Mode, der mehr als 10 000 Shops abdeckt.

Einfluss auf das Modebusiness

Bornstein hat an den meisten grossen Umbrüchen im Mode-E-Commerce mitgewirkt, von den frühen Onlineshops der Warenhäuser bis zur datengetriebenen Personalisierung bei Stitch Fix. Ihre Start-ups konzentrieren sich auf ein Problem, das viele Händler kennen: Produktentdeckung und Suche haben mit den Erwartungen der Kundschaft nicht Schritt gehalten.

  • Personalisierte Sortimente statt generischer Kategorieseiten.
  • Suche in natürlicher Sprache über viele Marken gleichzeitig.
  • Kostenloses Onboarding für Händler, um ein breites Angebot aufzubauen.

Julie Bornstein und Technologie

Bornstein äussert sich deutlich zur Rolle von KI. Zum Start von Daydream sagte sie gegenüber TechCrunch: «Ich habe meine ganze Karriere im E-Commerce gearbeitet, und die Suche war immer das vergessene Kind, sie hat nie besonders gut funktioniert.» Sie fügte hinzu, dass Konsumentinnen und Konsumenten seit der Lancierung von ChatGPT gelernt hätten, über das Potenzial von Prompts nachzudenken. Schon bei der Gründung von The Yes hatte sie gesagt, das gesamte Grundgerüst des E-Commerce sei seit Ende der 90er-Jahre unverändert geblieben.

Warum das wichtig ist

Julie Bornstein verbindet die Geschichte des Mode-E-Commerce mit seiner KI-Zukunft. Daydream ist einer der meistbeachteten Versuche, generative KI auf die Modesuche anzuwenden, und ihre Erfahrung verleiht dem Projekt besondere Relevanz für Marken und Händler.

Häufige Fragen

Wer ist Julie Bornstein?

Julie Bornstein ist Gründerin und Chief Executive von Daydream, einem KI-Shopping-Agenten für Mode. Zuvor gründete sie The Yes, das 2022 von Pinterest übernommen wurde, und war Chief Operating Officer von Stitch Fix sowie Chief Digital Officer von Sephora.

Was sagte Julie Bornstein über KI und die Suche in der Mode?

Beim Start von Daydream im Juni 2025 sagte sie gegenüber TechCrunch, die Suche sei immer das vergessene Kind des E-Commerce gewesen und habe nie besonders gut funktioniert. Sie argumentiert, dass dialogbasierte KI es Kundinnen und Kunden ermöglicht, einen Anlass oder ein Bedürfnis in eigenen Worten zu beschreiben.

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