7. Oktober 2026Internationale Ausgabe
Vol. I · No.
7. Oktober 2026
AI in Fashion
DAILY
Das tägliche Briefing zu KI im Modebusiness
Wo Mode auf künstliche Intelligenz trifft.
Gründer und Unternehmer

Luciano Benetton

Mitgründer und ehemaliger Präsident der Benetton Group

Luciano Benetton ist der italienische Unternehmer, der 1965 mit seinen Geschwistern das Bekleidungsunternehmen Benetton gründete und farbige Strickmode zu einer der ersten globalen Modehandelsmarken machte. Er präsidierte das Unternehmen von 1978 bis 2012, kehrte 2018 an die Spitze zurück und trat 2024 als Präsident zurück.

Fakten
FunktionMitgründer und ehemaliger Präsident, Benetton Group
Gegründet1965, mit Giuliana, Gilberto und Carlo Benetton
Präsident1978 bis 2012; erneut 2018 bis 2024
Geboren1935, Treviso
NationalitätItaliener

Wer ist Luciano Benetton?

Luciano Benetton, 1935 in Treviso geboren, ist einer der Gründer der Benetton Group, des italienischen Modeunternehmens, das vor allem für seine Marke United Colors of Benetton bekannt ist. Zusammen mit seinen Geschwistern Giuliana, Gilberto und Carlo baute er ein Familienunternehmen aus dem Veneto zu einem internationalen Filialnetz und einer breiter aufgestellten Familienholding aus.

Karriere

Das Unternehmen wurde 1965 gegründet. Es begann mit leuchtend farbigen Strickpullovern, die Giuliana Benetton auf einer Heimstrickmaschine fertigte. Der Einsatz von Farbe bei Strickwaren, die damals oft in gedämpften Tönen verkauft wurden, wurde zum Markenzeichen und zur Grundlage der internationalen Expansion.

Luciano Benetton war von 1978 bis 2012 Präsident. In dieser Zeit wuchs die Gruppe zu einem weltweiten Filialnetz und wurde zu einem der ersten italienischen Modeunternehmen mit einer wirklich globalen Präsenz im Handel. Von 1992 bis 1994 war er zudem Mitglied des italienischen Senats. 2012 übernahm sein Sohn Alessandro bis 2014 das Präsidium.

2018 kehrte Luciano Benetton ins Unternehmen zurück, um einen Turnaround des angeschlagenen Bekleidungsgeschäfts zu leiten. Im Mai 2024 gab er im Alter von 89 Jahren seinen Rücktritt als Präsident bekannt, nachdem das Unternehmen Verluste von rund 100 Millionen Euro ausgewiesen hatte. Die Familienholding Edizione, die die Benetton Group sowie Infrastrukturbeteiligungen kontrolliert, wird seit Januar 2022 von Alessandro Benetton geführt.

Einfluss auf das Modegeschäft

Das Modell von Benetton war in mehrfacher Hinsicht prägend:

  • Aufbau einer Marke rund um Farbe und eine klare, wiedererkennbare Produktidee
  • Rasche internationale Expansion über ein grosses Filialnetz
  • Einsatz kühner Werbung mit gesellschaftlichen Themen, um die Marke weltweit ins Gespräch zu bringen
  • Schaffung einer Familienholding, die über die Mode hinaus diversifizierte

In vielen Märkten war Benetton eine der ersten Modeketten mit einheitlichem Ladenbild und internationalem Branding und nahm damit die globalen High-Street-Händler vorweg, die folgten. Seine späteren Schwierigkeiten zeigen, wie frühere Marktführer im mittleren Modesegment unter Druck schnellerer, vertikal integrierter Wettbewerber gerieten.

Kultur und Mäzenatentum

Ausserhalb des Unternehmens gründete Luciano Benetton 2006 die Sammlung Imago Mundi, ein Projekt, das kleinformatige zeitgenössische Kunstwerke von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt zusammenträgt.

Warum das wichtig ist

Luciano Benetton ist eine zentrale Figur in der Geschichte des italienischen und internationalen Modehandels. Seine Laufbahn umfasst den Aufstieg globaler Marken in den 1970er- und 1980er-Jahren ebenso wie die schwierigere Phase, in der sich etablierte Ketten an Fast Fashion und digitalen Handel anpassen mussten.

Häufige Fragen

Wer ist Luciano Benetton?

Luciano Benetton ist der italienische Unternehmer, der 1965 mit seinen Geschwistern das Bekleidungsunternehmen Benetton gründete. Er präsidierte die Gruppe von 1978 bis 2012 und führte sie erneut ab 2018, bis er 2024 zurücktrat.

Warum trat Luciano Benetton 2024 zurück?

Im Mai 2024 gab Luciano Benetton seinen Rücktritt als Präsident bekannt, nachdem das Unternehmen Verluste von rund 100 Millionen Euro ausgewiesen hatte. Er war 2018 ins Unternehmen zurückgekehrt, um einen Turnaround zu leiten.

Alle Personen